Begleitende Maßnahmen

Was kann ich sonst noch für mich tun?

Neben einer medikamentösen Schmerztherapie sowie einem individuell auf Ihre Beschwerden abgestimmten Bewegungsprogramm gibt es Maßnahmen, die zusätzlich dazu beitragen können, Ihre Schmerzen zu lindern. Hier finden Sie ausgewählte Beispiele:

Physikalische Therapie

Diese Behandlungsform fasst Anwendungen zusammen, die auf physikalischen Methoden beruhen. Hierzu zählen Wärme, Gleichstrom, Infrarot- und UV-Licht, Wasseranwendungen und mechanische Behandlung wie zum Beispiel Massagen. Physikalische Therapieformen werden meistens von Physiotherapeuten oder Masseuren angewendet.

Transkutane elektrische Nervenstimulation (TENS)

Die TENS erfolgt über Elektroden, die auf der Haut angebracht werden. Mithilfe von schwachen elektrischen Strömen wird der Nerv stimuliert, der der schmerzenden Region zugeordnet ist. Die elektrischen Impulse, die Sie als Kribbeln wahrnehmen, können den Schmerz mehrere Stunden lang unterdrücken. Es gibt kleine Taschengeräte, mit denen Sie die Behandlung nach Anleitung auch selbst zu Hause durchführen können.

Biofeedback

Biofeedback – übersetzt „Biorückmeldung“ – bezeichnet eine Methode, die die Veränderungen von biologischen Vorgängen mit technischen Hilfsmitteln sichtbar macht. Funktionen wie Herzschlag, Blutdruck, Verdauung, Hirnströme und Hauttemperatur werden beim Biofeedback in sicht- oder hörbare Signale umgewandelt. Das Ziel ist es, Ihnen messbare, meist unbewusste Körperfunktionen bewusst zu machen, zum Beispiel als Puls- oder Hirnstromkurve auf dem Monitor, und diese dann bewusst zu beeinflussen. Auf diese Weise sollen Ihnen Ihre eigenen Körperfunktionen wahrnehmbar gemacht werden und soll durch Training die eigene Gesundheit selbstständig verbessert werden.

Manuelle Therapie

Das Ziel der Manuellen Therapie ist es, reversible Funktionsstörungen des Bewegungsapparats zu erkennen und zu behandeln. Das geschieht mit speziellen Handgrifftechniken. Ist die Ursache der Funktionsstörung gefunden, folgen therapeutische Handgriffe, die der Physiotherapeut oder Krankengymnast zur Mobilisation durchführt. So lassen sich verhärtete Muskelpartien lockern und Gelenkblockaden lösen. Bewegungsschmerzen können damit gelindert und Bewegungseinschränkungen reduziert werden.

Entspannungsmethoden

Schmerzen haben verschiedene Ursachen. Doch gerade bei Bewegungsschmerzen ist Aktivität statt Passivität gefordert. Bei Osteoporose zum Beispiel beugt Bewegung einem weiteren Knochenabbau vor. Wer sich bei einer Rückenerkrankung regelmäßig bewegt, wirkt einer Schmerzchronifizierung entgegen. Bei Arthrose und Arthritis kann ein starker Muskelapparat vor einer raschen Gelenkzerstörung schützen und entlastet zudem bereits geschädigte Gelenke.

Gerade bei Schmerzen ist es wichtig, etwas für das eigene Wohlbefinden zu tun. Hierfür gibt es eine Vielzahl von Methoden, die Körper und Seele gleichermaßen guttun und auch in der Schmerztherapie hilfreich sind. Bestimmte Entspannungstechniken können zusätzlich zu Schmerzmitteln Ihr Schmerzempfinden herabsetzen. Dies geschieht zum einen durch direkte Entspannung der Muskulatur. Zum anderen können Entspannungstechniken die Schmerzaktivität im Gehirn verringern, indem Ihr Körper vermehrt körpereigene Opioid-ähnliche Substanzen produziert.

Progressive Muskelentspannung nach Jacobson

Die von Edmund Jacobson entwickelte Methode soll durch die bewusste An- und Entspannung bestimmter Muskelgruppen einen Zustand tiefer Entspannung des ganzen Körpers erzielen. Dabei spannen Sie einzelne Muskelpartien in einer bestimmten Reihenfolge zunächst an, behalten die Muskelspannung kurz bei und lösen sie anschließend. Ihre Konzentration wird dabei auf den Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung gerichtet und auf die Empfindungen, die mit diesen unterschiedlichen Zuständen einhergehen. Ziel ist es, durch eine verbesserte Körperwahrnehmung die Muskelspannung unter das normale Niveau zu senken. Mit der Zeit lernen Sie, Ihre Muskulatur zu entspannen, wann immer Sie dies möchten, und können Ihre Schmerzen so reduzieren.

Yoga

Yoga ist der Oberbegriff für ein ganzes Bündel an Techniken und Methoden, die dem Menschen Entspannung ermöglichen sollen. Atem- und Meditations- sowie Körperübungen, die sogenannten Asanas, sind Elementen aus der Natur nachempfunden, beispielsweise dem Hund, dem Baum, der Kobra oder dem Berg. Ihr Ziel ist es, körperliche und seelische Verspannungen zu lösen und so zu Ruhe, innerer Kraft, Gelassenheit und geistiger wie körperlicher Gesundheit zu finden. Somit ist Yoga eigentlich weniger ein Bewegungstraining, sondern vielmehr eine Philosophie. Der Yogalehre zufolge ist das körperliche Befinden ein Spiegel des seelischen und umgekehrt: Über geistige Übungen lassen sich körperliche Symptome beeinflussen, während Körperübungen die seelische Ausgeglichenheit fördern können.

Akupunktur

Die Akupunktur ist ein Teilgebiet der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), bei der mithilfe von in den Körper eingestochenen dünnen Nadeln Krankheiten geheilt, Schmerzen gelindert oder das Wohlbefinden gesteigert werden sollen. Die einzelnen Akupunkturpunkte sind aufgrund altbewährter Erfahrungen festgelegt worden. Die Nadeln werden auf die Akupunkturpunkte gesetzt, die alle auf Leitlinien, die man als Meridiane oder Energiebahnen bezeichnet, liegen. In diesen Bahnen fließt nach altchinesischer Auffassung die sogenannte Lebensenergie Qi mit ihren Anteilen Yin und Yang. Diese beiden lebenserhaltenden Kräfte sind im Körper gleichzeitig, jedoch als Gegenpole, wirksam. Ihr völliges Gleichgewicht im Organismus stellt den idealen Gesundheitszustand dar. Ein Ungleichgewicht soll auf Dauer zu Krankheit führen.

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