Medikamentöse Therapieoptionen

Wie können Schmerzen medikamentös behandelt werden?

Regelmäßig eingenommen, führen Schmerzmittel zu einer effektiven Linderung

Schmerzen können entweder als eigene Erkrankung oder auch als Begleitsymptom auftreten, beispielsweise bei Patienten mit Morbus Parkinson. Auch hier ist es ratsam, den Arzt auf die Schmerzen anzusprechen, um bei Bedarf eine effektive Therapie, zum Beispiel mit wirksamen retardierten Opioiden, einzuleiten.

Da Schmerzen oft mit belastenden Folgeerkrankungen wie beispielsweise Depressionen einhergehen, sollten sie rechtzeitig behandelt werden. Oft können die Begleittherapien erst nach einer Schmerzlinderung durchgeführt werden. Daher sollte die Basis jeder Schmerztherapie eine effektive medikamentöse Behandlung sein. Durch vielfältige Möglichkeiten, die sich leicht in Ihren Alltag integrieren lassen, können Sie die Schmerzlinderung unterstützen.

Neben körperlichen Restriktionen wie eingeschränkter Bewegungsfreiheit (73 Prozent) empfinden Patienten mit Schmerzen auch die Einschränkungen auf der sozialen Ebene als belastend.

  • Rund zwei Drittel können nicht mehr ihrem Beruf nachgehen oder Freundschaften pflegen (25 Prozent) und geraten so in die soziale Isolation.
  • Nicht selten sind Depressionen die Folge (20 Prozent). Um der Gefahr der Chronifizierung vorzubeugen, ist eine frühzeitige und ausreichende Therapie empfehlenswert.

Schmerzmedikamente

Welche Schmerzmittel für Sie die richtigen sind, muss Ihr Arzt mit Ihnen zusammen entscheiden. Generell sind Schmerzmittel entsprechend ihrer Wirkstärke in sogenannte Nicht-Opioide, in schwache und in starke Opioide eingeteilt.

Nicht-Opioide

Nicht-Opioide werden bei akuten Schmerzen häufig als schnell wirksame Medikamente eingesetzt, die vorwiegend am Ort der Schmerzentstehung wirken. Sie führen zu einer eher kurzfristigen Schmerzlinderung und sind in ihrer Wirkstärke relativ schwach. Aber sie lindern vorübergehende Schmerzen effektiv. Abhängig von der Schmerzstärke kommen Medikamente wie Nicht-Opioide sowie schwache und stark wirksame Opioide zum Einsatz. Nicht-opioide Schmerzmittel und sogenannte nicht steroidale Antirheumatika (NSAR) sind teilweise frei verkäuflich und werden bei Patienten mit leichten bis mäßigen Schmerzen verwendet. Zu ihnen zählen beispielsweise Acetylsalicylsäure, COX-II-Hemmer, Diclofenac, Ibuprofen und Paracetamol. In der Langzeitanwendung allerdings können Nicht-Opioide zu schweren Nebenwirkungen führen und innere Organe wie Magen, Leber oder Nieren dauerhaft schädigen.

Schwache Opioide

eignen sich für die Langzeitbehandlung, dürfen jedoch nur bis zu einer bestimmten Höchstdosis eingesetzt werden. Wird diese Dosis überschritten, wird meist keine bessere Schmerzlinderung erzielt; lediglich die Nebenwirkungen nehmen zu (je nach Präparat zum Beispiel Übelkeit, Erbrechen und Verstopfung).

Starke Opioide

sind das Schmerzmittel der Wahl bei starken und bei chronischen, also andauernden Schmerzen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sowie alle relevanten Fachgesellschaften empfehlen bei starken und stärksten Schmerzen die Einnahme retardierter Opioide in Tabletten- oder Kapselform. Retardiert bedeutet eine verzögerte Freisetzung des Wirkstoffs.

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