Dr. Marianne Koch tritt für die Rechte von Schmerzpatienten vor dem Petitionsausschuss ein
"Schmerzliga punktet im Petitionsausschuss" titelte die Ärzte-Zeitung in ihrer elektronischen Ausgabe am 09. Mai 2011 um 15:00 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt lag die Anhörung von Dr. Marianne Koch, Präsidentin der Deutschen Schmerzliga e.V. vor dem Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages gerade einmal drei Stunden zurück.
In der Tat: Die Präsidentin der Patientenorganisation hatte präzise und klar begründet, warum die Deutsche Schmerzliga und mit ihr 72.000 Mitunterzeichner in einer Petition dafür eintreten, starke Schmerzmittel von der automatischen Austauschpflicht als Folge von Rabattverträgen auszunehmen. "Patienten, die starke Schmerzmittel einnehmen müssen, leiden bei einer Medikamentenumstellung an Leib und Seele", erklärte Marianne Koch den Abgeordneten. Dies seien keine Einzelfälle, vielmehr hätten etwa 70 Prozent der Patienten Probleme bei einer Umstellung. "Hinzu kommt", betonte Dr. Koch, dass viele Patienten immer wieder umgestellt werden. Auch in der nachfolgenden Fragerunde durch die Abgeordneten blieb die Präsidentin der Schmerzliga keine Antwort schuldig und die anwesenden Pressebeobachter gewannen den Eindruck, dass die Reaktionen der Ausschuss-Mitglieder positiv waren.
Eine Entscheidung hat der Petitionsausschuss noch nicht gefällt. Die Anhörung wird in einer der nächsten Ausschusssitzungen behandelt und bewertet, sagte der stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses, Gero Storjohann (CDU).
Ein Video der Anhörung steht in der Mediathek des Deutschen Bundestages zur Verfügung.
Öffentliche Anhörung der Deutschen Schmerzliga vor dem Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages
Die öffentliche Anhörung zur Petition der Deutschen Schmerzliga für eine sichere Therapie mit starken Schmerzmitteln findet am 9. Mai um 11 Uhr in Berlin statt.
Ort: Marie-Elisabeth-Lüders-Haus; Anhörungssaal, Raum 3101
Adele-Schreiber-Krieger-Str. 1, 11011 Berlin
Dr. med. Marianne Koch, Präsidentin der Deutschen Schmerzliga, wird in dieser Anhörung Rederecht haben.
Die Deutsche Schmerzliga freut sich über viele Unterstützer.
Bislang 71.000 Stimmen für eine sichere Schmerztherapie
am Dienstag, den 22. Februar 2011 ist um Mitternacht die elektronische Mitzeichnungsfrist für die Petition der Deutschen Schmerzliga "Für eine sichere Therapie mit starken Schmerzmitteln" abgelaufen.
Dies bedeutet jedoch nicht, dass die Deutsche Schmerzliga nun ihre diesbezüglichen Aktivitäten einstellt. Nach wie vor gilt es, das Zeichen in Richtung Politik zu stärken und die Forderungen der Schmerzpatienten nach einer sicheren Therapie zu unterstützen.
Darum werden weiterhin Unterschriften auf Listen gesammelt.
Die Listen können auf der Website der Schmerzliga heruntergeladen werden.
Mehr als 60.000 Stimmen für eine sichere Schmerztherapie
Die Deutsche Schmerzliga hat in ihrem Einsatz für eine sichere Therapie mit starken Schmerzmitteln eine erste Hürde genommen: Tausende von Patienten, Selbsthilfegruppen, Apotheker und Ärzte haben die Petition der Patientenorganisation für eine sichere Schmerztherapie bislang mitunterzeichnet.
Deren Ziel: Starke, dem Betäubungsmittelrecht unterliegende Schmerzmittel sollen von der automatischen Austauschpflicht ausgenommen werden. Bis zum 1. Februar konnte die Geschäftsstelle mehr als 60.000 Unterschriften dem Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages übermitteln. Damit ist es wahrscheinlich, dass die Präsidentin der Deutschen Schmerzliga, Dr. Marianne Koch, bei einer öffentlichen Verhandlung des Petitionsausschusses gehört wird und Rederecht hat.
Die Petition kann noch bis zum 22. Februar 2011 im Internet oder auf Unterschriftenlisten unterstützt werden. "Wir wünschen uns ein machtvolles Signal an die Politik", erklärt Dr. Marianne Koch.
Petition der Deutschen Schmerzliga
Jede Stimme zählt: 50.000 Stimmen für eine sichere Schmerztherapie
Viele Schmerzpatienten haben die Erfahrung gemacht, dass Sie nicht mehr ihr gewohntes Schmerzmedikament erhalten. Der Grund sind gesetzliche Vorgaben: Auch für starke Schmerzmittel, die dem Betäubungsmittelgesetz unterliegen, gilt die automatische Austauschpflicht. Falls der Arzt dies nicht auf dem Rezept ausgeschlossen hat, muss der Apotheker dem Patienten ein Präparat aushändigen, mit dessen Hersteller die Krankenkasse des Patienten einen Rabattvertrag abgeschlossen hat. Das neue Medikament enthält zwar denselben Wirkstoff in derselben Dosierung wie das gewohnte Präparat, doch entsprechen solche Umstellungen bei starken Opioiden einer Neueinstellung mit allen Problemen: Mehr Schmerzen oder mehr unerwünschte Nebenwirkungen können auftreten. Nicht zuletzt verunsichern andere Formen, Farben und Verpackungen ihres Medikamentes viele Patienten. Dies gefährdet die Therapiesicherheit.
Die Deutsche Schmerzliga hat darum seit zwei Jahren dafür gekämpft, dass starke Schmerzmittel von der automatischen Austauschpflicht ausgenommen werden. Diese Forderung sollte im Arzneimittel-Neuordnungsgesetz (AMNOG) umgesetzt werden. Nun ist es das Gesetz am 1. Januar 2011 ohne die von der Schmerzliga gewünschte Veränderung in Kraft getreten.
Darum hat die Deutsche Schmerzliga nun, vertreten durch ihre Präsidentin Dr. Marianne Koch, eine öffentliche Petition zum Ausschluss starker Opioide von der Austauschpflicht beim Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags eingereicht, um eine Gesetzesänderung zu bewirken.
In ungewöhnlich kurzer Zeit wurde diese Petition vom Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages zur Mitzeichnung freigegeben. Dies bedeutet:
Ab sofort zählt jede Stimme, die dieses Anliegen unterstützt!
Wenn es gelingt, diese Stimmenzahl zu sammeln, wird in diesem Fall über die Petition im Ausschuss öffentlich beraten. Frau Dr. Koch würde zu dieser Beratung eingeladen und erhielte Rederecht. Es wäre eine hervorragende Chance, die Schmerzpatienten unbedingt nutzen sollten.
Wird diese Stimmenzahl bis zum 1. Februar nicht erreicht, ist dennoch eine Mitzeichnung bis zum 22. Februar 2011 möglich. In diesem Fall wird über die Petition allerdings nicht öffentlich, sondern nur innerhalb des Ausschusses beraten. Die Schmerzliga hat dann auch keine Möglichkeit, Argumente in diese Beratung einzubringen.
Die Mitzeichnung ist möglich über Unterschriftenlisten oder online über die
Internetseite des Deutschen Bundestages.
Um auf der Website des Bundestages mitzeichnen zu können, ist eine einfache Registrierung erforderlich. Eine Anleitung finden Sie hier.
Weitere Informationen sowie Möglichkeiten zum Herunterladen von Unterschriftenlisten finden Sie auf der Website der Schmerzliga.
Werden Sie aktiv in eigener Sache! Sammeln Sie Unterschriften bei Freunden und in der Familie. Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass Schmerzpatienten von den Politikern gehört und wahrgenommen werden müssen!
Weitere Infos
Downloads
Fragen zur Petition beantworten wir Ihnen gerne:
- Im Schmerzliga Forum
- Per E-Mail: petition(at)schmerzliga.de
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